Die Nephrologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das eine große thematische Bandbreite abdeckt.

Grundsätzlich befasst sich die Nephrologie mit der Prävention, Diagnostik, konservativen (nicht-operativen) Therapie und Nachsorge von Nieren- und Hochdruckerkrankungen. Auch die Durchführung aller extrakorporalen Blutreinigungsverfahren (Dialyse, Apherese, Immunadsorption) sowie die Betreuung von Patienten mit einer transplantierten Niere fallen in das Fachgebiet der Nephrologie.

 

Jeder Mensch hat zwei Nieren, die außerhalb der Bauchhöhle in der Nähe der Rückenmuskulatur knapp unter den Rippen gelegen sind. Jede Niere wiegt etwa 150 Gramm und ist 10-12cm groß. Die Nieren produzieren Urin, der über ein kompliziertes System gefiltert wird (das sogenannte "Nephron").

 

Die Nierenarterien versorgen die Nieren mit Blut. 

In den Nieren befinden sich Millionen kleiner Filter (Nierenkörperchen) (die Glomeruli bzw. Einzahl =Glomerulum), die aus dem Blut den Urin abfiltern. An den Filtern hängt ein System kleiner Schläuche (die Tubuli bzw. Einzahl =Tubulus) in denen wichtige Substanzen wieder zurück geholt werden.

 

Nicht benötigte Substanzen und überschüssiges Wasser wird ausgeschieden. Das gereinigte Blut fließt durch die Nierenvenen wieder zurück in den Körper. Der Abfall und das überschüssige Wasser werden durch die Harnleiter in die Blase transportiert.Über die Blase wird der Urin ausgeschieden. Somit werden einerseits schädliche Stoffe ausgeschieden und andererseits für den Körper wichtige Stoffe (wie zum Beispiel Eiweiße) zurückgehalten. Außerdem erfolgt die Regulation des Wasserhaushalts. Neben der Entfernung von Schadstoffen (auch Entgiftung genannt) und Steuerung des Wasserhaushalts ist die Niere noch an anderen Vorgängen beteiligt.

 

-Steuerung des Blutdrucks durch ein Hormon das "Renin" heißt.

-Steuerung der Blutbildung durch ein Hormon das "Erythropoetin" heißt.

-Steuerung des Knochenstoffwechsels durch die Bildung von "Vitamin D".